Grundschule Soldnerstraße
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Sicher zur Schule und nach Hause

Den Schulweg sicher zu meistern, gehört zu den ersten Übungen eines Erstklässlers. Sicherheit im Straßenverkehr bedeutet für Kinder unter anderem, sich mit Verkehrszeichen auszukennen. Einige von ihnen werden bereits in der ersten Klasse gelernt.

Die ersten Klassen an unserer Schule beschäftigen sich nun sowohl theoretisch als auch praktisch intensiv mit dem wichtigen Thema "Verkehrserziehung". Die kleinen Verkehrsdetektive erkundeten schon die nähere Schulumgebung der Soldnerschule. Es wurden viele für Fußgänger relevante Verkehrszeichen entdeckt und ausführlich besprochen.

Besonders viel Wert legen wir auf das richtige Überqueren von Straßen. Vor der Bordsteinkante den Füßen ,Stopp‘ zu sagen, muss bei den Kindern in Fleisch und Blut übergehen. Wichtig ist auch, die Straße immer gerade zu überqueren und nicht quer, wie es Erwachsene gerne mal tun. Außerdem sollte man zügig gehen, aber nicht rennen.

Seien Sie als Eltern in dieser Hinsicht bitte auch ein Vorbild für unsere Schüler. So sollten sie ihre Kinder auch nicht mit dem Auto zur Schule fahren. Das tägliche „Elterntaxi“ schadet nicht nur der Umwelt, es hindert die Kinder zudem daran, Selbständigkeit zu erlernen. 

I. Malzer

 

Schulanfangsfeier 2019

Mit einer Schulanfangsfeier in der Heilig-Geistkirche unter dem Motto "Wie ein Baum, an Wasserbächen gepflanzt ..." startete die Grundschule Soldnerstraße am Freitag, 20.9.19 in das neue Schuljahr.

Nach der Begrüßung mit Vorstellung neuer Schüler/innen und Lehrkräfte und dem Lied "Einfach spitze, dass du da bist" erfuhren die Anwesenden in einem kleinen Anspiel von der kühlenden und schattenspendenden "Wunderwirkung" der Bäume bei großer Hitze. Das "Wunder" des Heranwachsen eines kleinen Bäumchens aus einem Samenkorn konnten alle Jungen und Mädchen anschließend in einer kurzen Filmsequenz bestaunen. Gemeinsam machten sich die 1.- bis 4.-Klässer Gedanken darüber, was ein Baum zum Wachsen und Starkwerden braucht. Bunte Tücher symbolisierten Erde, Wasser, Sonne, Regen, Nährstoffe und Luft und wurden an und um einem großen Papierbaum angebracht. Danach galt es bei einer Körperübung nachzuspüren, wie es ist, ein starker Baum zu sein, welche unsere eigenen Wurzeln sind und dass uns Gott selbst festen Halt schenken möchte. Nach dem Loblied "Laudato si" machten Verse aus der Bibel und dem Koran Mut, sich stets auf Gott zu verlassen.  Mit Fürbitten und einem "Vater unser" brachte die Schulgemeinschaft ihre Sorgen gemeinsam vor Gott. Am Ende gab Pfarrer Ehrensperger Segensworte mit auf den Weg durch das Schuljahr. Den Abschluss bildete das Lied "Halte zu mir, guter Gott".

Wir sind schon gespannt auf die Früchte, die am Ende des Schuljahres an unserem Baum herangereift sein werden.

Text und Foto: M. Rühl

Auf den Hund gekommen

Die Grundschule Soldnerstraße ist auf den Hund gekommen: Einmal pro Woche bekommen alle 1. Klassen sowie die Deutschklasse der Schule Besuch von ihrem „Lesehund“.

Die Hunde und ihre Besitzer sind Mitglieder des Vereins „Therapiehunde Deutschland e.V.“, der es sich mit seinem Konzept der „Lesehunde“ zur Aufgabe gemacht hat, Kindern mit Leseschwierigkeiten neues Vertrauen in ihre Fähigkeiten zu geben und damit ihr Selbstvertrauen zu stärken.

Für Kinder, die Probleme beim Lesen haben, stellt das laute Vorlesen vor der Klasse oft eine belastende Situation dar. Hier kommt der Lesehund zum Einsatz. Er hilft den Schülern, ihre Angst vor dem Vorlesen abzubauen und dadurch ihre Lesefähigkeit zu verbessern. Die Freude am Lesen ist hierbei das wichtigste Ziel.

Und Freude am Lesen haben hier alle Kinder! Kein Wunder bei so aufmerksamen und geduldigen Zuhörern!

„Das Lesen hat so Spaß gemacht, weil der Lesehund so toll zuhört. Er wollte mir sogar helfen!“, erzählt ein Erstklässler begeistert. „Quila und Faizah hören mir die ganze Zeit richtig aufmerksam zu“, stellt auch seine Mitschülerin anerkennend fest, während sich ein anderer Junge am allermeisten darüber freut, dass man die Hunde nach dem Vorlesen immer noch streicheln darf.

In der Klasse 1a gibt es sogar zwei Lesehunde, die von ihrer Besitzerin Monika Hürner gezielt dazu angeleitet werden, den Leseprozess zu fördern. „Schau mal, wie Quila die Ohren spitzt! Jetzt versteht sie jedes Wort ganz genau“, sagt Frau Hürner beispielsweise und schon bemüht sich jedes Kind, ganz besonders deutlich vorzulesen.

Die Lesehunde an der Grundschule Soldnerstraße tragen zudem dazu bei, die noch des Öfteren vorhandene Angst von Kindern und auch Lehrern vor Hunden abzubauen. Zuerst steht deshalb immer ein Kennenlernbesuch mit der ganzen Klasse auf dem Programm. Hierbei werden allgemeine Verhaltensregeln im Umgang mit Hunden thematisiert, die Hunde dürfen gestreichelt und mit Leckerlis gefüttert werden. In der Klasse 1a durften die Kinder am Ende des Schuljahres ihre Lesehunde sogar durch einen im Pausenhof aufgebauten Parcour führen. Das war für alle ein Erlebnis!

Quila und Faizah, die Lesehunde der Klasse 1a, sind drei und fast fünf Jahre alte weiße Schweizer Schäferhunde. Sie mussten mit ihrer Besitzerin Monika Hürner, die wie alle Mitglieder des Vereins ehrenamtlich tätig ist, mehrere Stationen beim „Therapiehundeverein Deutschland e.V.“ durchlaufen, bevor sie als Lesehunde zugelassen wurden.

So wurden bei einer „Wesensbegutachtung“ das Sozialverhalten sowie die Stressresistenz der Hunde getestet. Hierbei mussten die Hunde beweisen, dass sie mit großen Gruppen, Lärm und Menschen mit Krücken oder Rollstühlen klarkommen. Im Anschluss besuchten die Hunde ein Basisseminar, ein Schulhund- sowie ein Lesehundseminar.

Monika Hürner, die hauptberuflich eine Steuerkanzlei betreibt, hat mit ihren Hunden Quila und Faizah schon vielfältige Erfahrungen in verschiedensten Bereichen gesammelt. So waren sie unter anderem im Demenzzentrum Nürnberg tätig. Im Erlangener Gefängnis begleiteten Quila und Faizah Langzeithäftlinge beim Freigang. Auch an der Förderschule Lauf betreut sie seit längerem zwei Schulklassen.

Für Frau Hürner ist die ehrenamtliche Arbeit mit ihren Lesehunden zwischenzeitlich zu einem Hobby geworden. Die Erfolge bei den Kindern und bei den Hunden, die Freude und der Dank sind ihr innerer Antrieb. Wenn die Kinder am Ende der Leseeinheit den Text mit nach Hause nehmen wollen, um die Geschichte, die sie dem Lesehund vorgelesen haben, auch Mama und Papa vorzulesen, ist das der größte Erfolg, den eine Leseeinheit wohl haben kann.

Wir freuen uns jedenfalls schon sehr darauf, dass unsere Lesehunde auch im nächsten Schuljahr wieder in unsere Schulklasse kommen!

Text und Foto: S. Hoffmann